Unser Jahr: TI.CON 24, Future.TI 2024, Job & Sinn 2024 und alles über KI
Matthias Burzinski • 26. Februar 2024
Nachdem wir bereits auf der CMT 2024 mit unserem destinetCHANGEday zur Zukunft des Kulturtourismus und der Co-Moderation des Innovationscamps des Deutschen Tourismusverbandes ins Jahr gestartet sind, richtet sich unser Fokus auf die nächsten Highlights

Und die (bisherigen) Highlights sind:
- Die TI.CON 2024 wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr in Ravensburg stattfinden und zwar vermutlich Ende September. Schon mal vormerken. Die Anmeldung mit Frühbucherabatt folgt im Frühjahr.
- Im Mai werden wir im Rahmen des Bodensee-Symposiums des International Council of Museums - ICOM erstmals die Ergebnisse einer Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit im Museum vorstellen. Details folgen. Wir freuen uns sehr auf die Kooperation mit dem ICOM!
- Im Sommer starten wir die nächste repräsentative Befragung Future.TI - Die Zukunft der Tourist-Information. Dazu wird es Webinare in Kooperation mit dem DTV geben. Details präsentieren wir natürlich auch im Rahmen der TI.CON.
- Im Herbst startet die zweite Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit im Deutschlandtourismus, also den hiesigen TIs und DMOs. Wir sind gespannt.
- Hier könnt Ihr den neuen KI-Kompass von Matthias abonnieren: Alles über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Tourismus.
- In Arbeit ist zudem ein Relaunch von destinet.de mit einem neuen Konzept. Lasst Euch überraschen.
- Neu im Programm und permanent aktualisiert sind unsere Seminare und Webinare zum KI-Einsatz im Tourismus, im Museum und in der TI. Einfach mal nachfragen. Dazu unsere Top-Seminare zum Storytelling, Future.TI, Design-Thinking in Tourismus und Kultur, Visitor-Journey-Analysen, rollenbasiertem Arbeiten im Destinationsmanagement etc.
- Darüber hinaus freuen wir uns auf spannenden Projekte am Bodensee, in Schleswig-Holstein, im Rahmen der IGA2027 im Ruhrgebiet, in Sachsen, im Bergischen, in Oberbayern, der Metropolregion Rhein-Neckar u.v.m
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Die Bundesregierung hat ihre Nationale Tourismusstrategie vorgelegt, ein Papier mit sieben Handlungsfeldern, das die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tourismuswirtschaft stärken soll. Doch bei genauerer Betrachtung stellen sich auch kritische Fragen. Denn jetzt braucht's etwas mehr Aufbruch, bitte! Und zwar auch von uns und von Dir. Die Versprechen klingen zunächst gut: ✅ Dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer auf 7% für Gastronomie ✅ 500 Mrd. Euro Sondervermögen für Infrastruktur ✅ Digitalisierung und KI-Offensive für die Branche ✅ Bürokratieabbau und Praxischecks ✅ Nachhaltigkeitsförderung und Tourismusbalance ✅ Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle ✅ Stärkung des Incoming-Tourismus Aber die Realität? 1. Finanzierungsvorbehalt als Totschlagargument Alle Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt. Was bedeutet das konkret? Vermutlich: Viele Vorhaben werden Absichtserklärungen bleiben, wenn das Geld fehlt. 2. Die KMU-Lücke 85% der Tourismusunternehmen haben weniger als 10 Beschäftigte. Wie sollen diese Kleinstbetriebe von Digitalisierung und KI profitieren, wenn ihnen Know-how, Personal und Ressourcen fehlen? Die Strategie verspricht „Wissenstransfer" – aber reicht das wirklich? Wie wäre es mit einfachen Digitalisierungsgutscheinen? 3. Ein Zielkonflikt bleibt zunächst ungelöst Einerseits will man den Incoming-Tourismus massiv fördern (mehr internationale Gäste = mehr Umsatz). Andererseits spricht man von „Tourismusbalance" gegen Overtourism. Wie passt das zusammen? Konkrete Lösungsansätze: Noch Fehlanzeige. Das müssen WIR mit Leben erfüllen. Nicht jede Region braucht mehr Gäste, manche brauchen die RICHTIGEN Gäste! 4. Föderalismus als Bremsklotz? Die Strategie betont wiederholt, dass der Erfolg „fundamental vom Engagement der Länder und Kommunen abhängt". Übersetzung: Der Bund gibt den Rahmen vor, umsetzen müssen es andere. Das Dumme ist nur: Richtige Koordinationsmechanismen sind nicht erkennbar. Unser Vorschlag: Schafft echte Koordinationsmechanismen, z.B. regelmäßige Bund-Länder-Tourismus-Konferenzen, nicht nur ein Forum. Und: Gebt den Kommunen die Mittel, die sie für die Umsetzung brauchen! 5. Messbarkeit? Welche Messbarkeit? Es fehlen quantitative Ziele, konkrete Zeitpläne und Monitoring-Mechanismen. Wie will man den Erfolg dieser Strategie überhaupt bewerten? Deutschland lag 2024 bei der Erholung nach Corona hinter Spanien, Frankreich und Italien zurück. Will man das ändern oder nicht? Macht aus der Strategie einen verbindlichen Aktionsplan mit Zeitschiene, Budget und Erfolgsmessung. 6. Nachhaltigkeit vs. Wachstum Bis zu 50% der Auslandsreisenden meiden Destinationen ohne nachhaltige Angebote (besonders 18-35-Jährige). Gleichzeitig senkt man die Luftverkehrsteuer und schafft die Power-to-Liquid-Quote ab. Ist das wirklich zukunftsfähig? Etwas mehr klimaschonende Kreativität kann man schon erwarten, oder? Mein erstes Zwischenfazit: Die Nationale Tourismusstrategie erkennt die richtigen Probleme, Bürokratie, Fachkräftemangel, Digitalisierungsrückstand, Infrastrukturdefizite. Aber sie liefert zu wenig konkrete, verbindliche Lösungen. Erwarten wir da zu viel von der Bundesregierung? Das Papier bleibt schon noch erschreckend vage. Unser Appell: 👉 An das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Macht aus der Strategie einen verbindlichen Aktionsplan mit Zeitschiene, Budget und Erfolgsmessung. 👉 An Länder & Kommunen: Nutzt die Bundesimpulse und schafft eigene, mutige Lösungen. Koordiniert euch besser. 👉 An Destinationen & DMOs: Wartet nicht auf die perfekte Förderung, fangt an. Nutzt bestehende Programme, vernetzt euch, experimentiert. 👉 An KMU & Betriebe: Ihr seid das Herzstück des deutschen Tourismus. Investiert in eure Zukunft. Was meint Ihr? Hier haben wir Euch noch eine Zusammenfassung der Strategie als Download erstellt .






